Sonntag || 21. Januar 2018 || 20.00 Uhr

Der letzte der feurigen Liebhaber

Komödie von Neil Simon

Regie: Ulrich Stark
Bühne: Zoltan Labas
Kostüme: Claudia Lindow

Martin Lindow (GRIMME-Preisträger) in der Titelrolle: Barney Cashman
Sabine Kaack (in einer Doppelrolle): Elaine / Jeanette
Marie Anna Suttner: Bobbi

Inhalt
Barney Cashmans erotische Erfahrungen beschränken sich nahezu ausschließlich auf eine monogame, bislang 23-jährige Ehe mit seiner grundanständigen Highschool-Freundin Helma. Jetzt, im Alter von 47 Jahren, möchte der Familienvater und Besitzer eines New Yorker Fischrestaurants endlich seinen Horizont erweitern und – ist es Torschlusspanik oder männliche Emanzipation? – einmal im Leben etwas Aufregendes erleben. Doch das ist leichter gesagt als getan!

Möglicherweise ist der Schauplatz der von ihm geplanten Seitensprünge ungünstig gewählt – entschließt sich Barney doch, die Wohnung seiner penibel ordentlichen Mutter zu nutzen, während die ahnungslose ältere Dame für ein paar Stunden außer Hause weilt. Möglicherweise liegt es aber auch an Barneys zugegebenermaßen unglücklichen Damenwahl – zur Auswahl stehen: die forsche, Affären-gestählte Elaine, die neurotischen Schauspielerin Bobbi und Helmas abgrundtief deprimierte Freundin Jeanette –, dass Barney nicht so recht zum Zuge kommt. Wer weiß? Jedenfalls erleben die Zuschauer einen linkischen Verführungsversuch nach dem anderen und amüsieren sich prächtig über Barneys grandioses Scheitern als wirklich allerletzter der feurigen Liebhaber.

Pressestimmen

Premierenkritik aus Essen
Fremdgehen für Anfänger
Bei der Premiere hatte (…) das Publikum seinen Spaß.
Für den Essener Schauspieler Martin Lindow (…) ist es eine (…) Paraderolle. Er versteht sich auf Pointengewitter, punktgenauen Witz, selbst überbordende Komik sowie auf leise Töne und vielschichtige Charaktere. Sabine Kaack steht ihm in einer Doppelrolle in nichts nach.
Der Stoff bleibt zeitlos. Und dass Ulrich Stark überdies seine Figuren mit ihren Marotten und Schwächen ernst nimmt, erweist sich (…) als große Stärke. Begeisterter Applaus.
Dagmar Schwalm, WAZ, 8.12.2015.

Hervorragend besetzt
Die Zuschauer amüsieren sich köstlich über das fast 50 Jahre alte Stück. Die Inszenierung (Ulrich Stark) lebt von Gags und eindeutig zweideutigen Dialogen sowie der hervorragenden Besetzung. Martin Lindow ist stets komisch in seiner Paraderolle, Marie Anna Suttner als kesse Bobbi erntet als Komödiantin Lacherfolge. Eine Klasse für sich ist Sabine Kaack, die es versteht, die Nymphomanin Elaine ebenso gekonnt auf die Bühne zu bringen, wie die Rolle der Jeanette. Es gab anhaltenden Applaus für einen unterhaltsamen, zuweilen auch nachdenklich stimmenden Theaterabend.
Werner Senzel, Waldeckische Landeszeitung, 1.11.2016.