Freitag || 06. Oktober 2017 || 20.00 Uhr

Die Physiker

Komödie von Friedrich Dürrenmatt (Uraufführung 1962 in Zürich)

Inszenierung: Reinar Ortmann
Bühne/Kostüme: Ivonne Theodora Storm
Dramaturgie: Anna-Lena Schulte
Regieassistenz: Sebastian Zarzuski
Soufflage: Christina Schumann
Inspizienz: Lutz Steffen Orlet

Einführung in der Mensa um 19.15 Uhr

Besetzung
Fräulein Doktor von Zahnd: Katharina Dalichau
Möbius: Philipp Alfons Heitmann
Inspekto: Voss Andreas Spaniol
Newton: Stefan Schleue
Einstein: Joachim Berger
Schwester: Monica Alina Wolff

Von links nach rechts: Stefan Schleue, Monica Alina Wolff, Joachim Berger


Der Autor

Friedrich Dürrenmatt studierte Philosophie. Er war sehr lange unentschieden, ob er die Malerei oder die Schriftstellerei zu seinem Beruf machen sollte. Er entschied sich für letztere und hielt sich und seine Familie mit Auftragsarbeiten über Wasser. Der internationale Durchbruch als Dramatiker gelang ihm erst 1955 mit „Der Besuch der alten Dame“. Weitere Bühnenwerke und Erzählungen entstanden und Dürrenmatt erhielt zahlreiche Auszeichnungen. „Die Physiker“ entstand 1961 vor dem Hintergrund des Kalten Krieges.

 

 

Handlung
Drei Morde geschehen kurz nacheinander. Ort des Verbrechens ist eine private Nervenheilanstalt. Möbius, ein genialer Physiker, hat sich vor der Welt zurückgezogen. Angeblich erscheint ihm der König Salomo, in Wahrheit will er die Welt vor seinen physikalischen Entdeckungen schützen. Außer ihm befinden sich noch zwei weitere Irre in der Anstalt, die sich für Isaac Newton und Albert Einstein halten. Unter dieser Maskerade verbergen sie aber ihre wahre Identität: Beide sind Agenten, der eine des westlichen, der andere des östlichen Geheimdienstes, die Möbius‘ bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse für ihr Land und damit für ihre Vernichtungsmaschinerie nutzen wollen.
Alle drei Physiker haben ihre jeweilige Krankenschwester getötet, weil diese ihnen auf die Schliche gekommen ist. Nun ermittelt die Polizei, alles droht aufzufliegen. Doch Möbius gelingt es, die beiden anderen davon zu überzeugen, ihr Wissen für sich zu behalten und sich weiterhin als Verrückte auszugeben, um somit die Welt vor den furchtbaren Konsequenzen seiner Entdeckungen zu bewahren. Die Ermittlungen werden eingestellt.

Doch die drei Selbstlosen haben die Rechnung ohne Doktor Mathilde von Zahnd gemacht, die leitende Ärztin der Anstalt und die einzig wirkliche Irre. Sie hat sich längst Zugang zu sämtlichen Aufzeichnungen von Möbius verschafft. Mit deren Hilfe strebt sie nun die Weltherrschaft an, die drei Physiker sind machtlos.